If nothing goes right, go left !

Hallo meine Lieben,

Ihr habt jetzt einige Zeit nichts von mir gehört, da ich sehr beschäftigt war. Mit Dingen in und um meinem Leben und insbesondere mit mir selbst. Was oberflächlich klingen mag, ist mehr eine Art der Meditation und der Suche nach dem richtigen Weg. Wie ihr wisst, schreibe ich nicht oft so persönliche Dinge, denn es fällt mir sogar schon schwer genug mit meinem näheren Umfeld über sie zu sprechen. Heute möchte ich allerdings etwas loswerden, nicht nur um mir selbst die Möglichkeit zu verschaffen es einfacher verarbeiten zu können, sondern auch euch zu zeigen ( die ihr vielleicht genau so fühlt..) wie ich mit meiner Situation fertig werde und ich euch vielleicht sogar da durch ein Stück weit helfen kann.

Nach dem ich letztes Jahr mein Studium begonnen hatte, lief so ziemlich alles glatt und es hatte sich eine angenehme Balance zwischen Studium, Arbeit und Privatleben eingespielt. Mir war klar, dass das Studium nicht mein absoluter Traum war, ich sah jedoch die Möglichkeit darin etwas neues für mich zu entdecken und auf lange Sicht dadurch an mein Ziel zu kommen. Schlagartig änderte sich dies jedoch mit dem Beginn des neuen Semesters. Ich wurde total überrumpelt, stand irgendwie neben mir und war bei der Wahl meiner Kurse total unzufrieden. Richtig schlimm wurde es dann aber in den ersten Vorlesungen. Ich merkte einfach wie die Vertiefung des Stoffs alle interessierte ausser mich. Am Anfang sagte ich mir noch: “Ach, das ist jetzt die erste Woche, das passiert mal, nächste Woche wird es besser”.

Leider wurde es auch in den nächsten Wochen nicht besser und deshalb fing ich an öfter nicht hin zu gehen. Jetzt nach einem Monat, muss ich leider sagen, dass mein gewählter Studiengang doch nicht das richtige für mich ist. Zwar sind die Themen an sich total interessant, sie lassen allerdings keinen Platz für eigene Meinungen und Kreativität, meiner Meinung nach. Und das sind genau die Sachen, die für mich wichtig sind.

Im Moment fühle ich mich in meinem Alltag nicht wohl, ich komme völlig fertig nach hause und frage mich dann Abends im Bett, was ich überhaupt den ganzen Tag gemacht habe und was ich damit erreicht habe. Keine Antwort darauf zu finden und mit diesem Gefühl dann ein zu schlafen, ist besonders schlimm. Im Gegenteil, ich habe mehr das Gefühl all das Gute (Familie, Freunde,..) von mir abzustoßen und in meinem selbsterschaffenden Leid stecken zu bleiben.

Klar, einige von euch werden schmunzeln. Eine 20-jährige Abiturientin und Existenzängste ? Da passt doch irgend etwas nicht so richtig zusammen. Und doch ist es so. Nun stelle ich mir die zwei wichtigsten Fragen : warum habe ich diese Ängste und wie überwinde ich sie ?

WARUM ?

Ich denke es liegt nicht daran, dass ich nicht mit einem goldenen Löffel im Mund geboren bin oder man nicht seit meiner Kindheit sagt ich wäre ein Wunderkind. Es liegt daran, dass ich ein sehr vorsichtiger Mensch bin. Mir fällt es sehr schwer mich zu gewissen Dingen zu überwinden. Ich glaube man könnte es Faulheit vor Enttäuschung nennen, was soviel bedeuten würde wie, ich bin zu faul dazu Dinge zu tun, bei denen ich ahne, dass sie mich enttäuschen werden. ( Ich sage mit Absicht nicht: “ Angst vor Enttäuschung “, da ich kein von Natur aus ängstlicher Mensch bin. ) Ich weis auch, dass mindestens 70% der Menschen mal so eine Phase in ihrem Leben durch machen. Sei es mit 20, nach dem Abi oder mit 40 nach der Scheidung. Ich mache diese Phase durch, weil ich weis, dass mehr in mir steckt als ich zur Zeit beweisen kann und das ist das, was mich am meisten frustriert.

WIE ?

Detox-diät ? Power-sport ? Shoppen ? Party ? 

Hab ich alles versucht und es klappt für den Moment ganz gut, aber auf lange Sicht, ist nichts die perfekte Lösung und der Weg zu einem komplett ausgeglichenem Leben. Ich möchte nicht einer, von vielen Menschen sein, der in seinem Job so unzufrieden ist, dass er dies sowohl nach außen als auch mit in sein Privatleben trägt. Das wäre für mich der absolute Alptraum. Ich möchte das ausüben können, was mir gefällt und was mich erfüllt, was ich gut kann und wo ich nie auslerne sondern es immer noch weitere Möglichkeiten für mich gibt, immer höhere Ziele die ich anstreben kann. Wer von uns möchte das nicht ? Und was tun wir dafür ? Also ich sitze rum und warte, dass man es mir in den Schoß legt. Aber so darf das natürlich nicht weiter gehen.

Also ist Nr.1 aus dieser Phase definitiv die Erkenntnis. Man muss auch erkennen, dass das richtige Leben nicht das der perfekten Mädchen von Instagram ist, sondern dein eigenes im hier und jetzt. Nr. 2 ist es sich so viel Hilfe wie möglich zu holen. Klar, wird niemand euer Leben an eurer Stelle führen. Das Leben ist keine Autowerkstatt, bei der ihr was kaputtes abgeben könnt und etwas neues wiederbekommt. Aber ihr könnt euch inspirieren lassen, euch Tipps einholen, manch mal sogar etwas Starthilfe bekommen. Nr. 3 ist das klassische Positiv denken. Ich bin eher ein Mensch, der lieber vom schlechten ausgeht, um nicht enttäuscht zu werden, wie ich bereits oben angedeutet haben. Was aber nicht heißt, dass ich eine Pessimistin bin. Ich bin nur lieber auf der sicheren Seite. Doch in diesem Fall : “ Think positive “ und “ Don’t worry, be happy ! “. Nr.4 ist eine gute alte “ To-Do list “ auf der ihr nach und nach abhackt, was ihr geschafft habt. So vermeidet ihr es mit schlechtem Gewissen einzuschlafen. Darauf können sowohl wichtige als auch unwichtige Sachen stehen, Hauptsache ihr habt etwas erledigt. Wenn man diese 4 Punkte im Alltag zusammen bekommt, dann kann nichts schief gehen. Denn selbst wenn mal eine Enttäuschung kommen sollte, wird das positive denken, die Erkenntnis und der Rest euch wie eine weiche Wolke auffangen, so dass ihr sofort wieder aufstehen und weiter machen könnt.

Aber genug geredet, das schwerste ist es sich selbst davon zu überzeugen. Ich hoffe dieser Post hat euch vielleicht etwas weiter geholfen oder euch zum nachdenken angeregt, mir hat er ermöglicht heute Nacht mal wieder besser schlafen zu können !

Ich wünsch euch was,

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Sunglasses – FREYRS / Coat & Scarf – ZARA / Lipstick – GIVENCHY

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